Der Oberpunk war wieder da



Von FRANK NEUSSER und NIKO HINZ

 

„Wollt ihr Rock‘n Roll? Wenn ja, ich bin Rock‘n Roll.” Billy Idol rockte am Donnerstag 150 Minuten in der gut gefüllten Philipshalle, ließ es in Lederjacke, Jeans, Stiefeln und blondierten Haaren richtig krachen.

Zur Freude seiner alten Fans: „Billy is back“ hatten die auf ihren selbstgemachten T-Shirts stehen.

Und Idol, das Idol früherer Tage, enttäuschte die 5000 Fans nicht. Der Oberpunk der Achtziger ist zwar mit den Jahren etwas zahmer geworden, trotzdem lieferte er eine prima Rockshow ab.

Dank seines kongenialen Partners Steve Stevens, dessen Gitarre wie in den guten alten Zeiten bissig, rockig und manchmal auch richtig melodisch klang.

Bei „Eyes without a face“ entzündeten die Fans Wunderkerzen und Feuerzeuge: Da wurden selbst die harten Rocker ganz weich.

Billy sieht man seine mittlerweile 50 Jahre kaum an. Gern zeigt der ewige Rebell neben seinem Markenzeichen (die hochgezogene Oberlippe), seinen durchtrainierten Körper, animiert seine Anhänger mehrfach, es ihm gleichzutun: „Zieht euch aus!“ Immerhin – ein BH flog auf die Bühne!

Neben den Songs seiner Comeback-Albums „Devil‘s Playground“ brachte er die Halle vor allem mit den alten Klassikern so richtig zum Kochen.

Egal ob bei „White Wedding“, „Flesh for Fantasy“, „Sweet Sixteen“, „Hot in the City“, „Dancing with myself“. Zum großen Finale dann die 15-Minuten-Version von „Money, Money“ – die Fans dankten ihrem Idol und sangen kräftig mit.

Das Comeback wird bei den Düsseldorfer Fans trotz satter 55 Euro Eintritt in guter Erinnerung bleiben.

 

Vom Oberpunk zum Opapunk: Billy Idol. Er brachte die Philipshalle zum Kochen.